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Skischuh-Sohlenlänge (mm): Tabelle, Sohlennormen & Z-Wert-Rechner

Wer online neue Ski mit vormontierter Bindung bestellt oder die Skibindung auf einen anderen Schuh anpasst, wird immer nach zwei Werten gefragt: der Sohlenlänge in Millimetern (BSL) und den Körperdaten für den Z-Wert nach DIN ISO 11088. Warum Mondopoint 26,5 niemals 265 mm Sohlenlänge bedeutet und wie Sohlenlänge und Bindungsauslösung zusammenhängen, klärt dieser Leitfaden.

Sohlenlängen- & Z-Wert-Rechner (DIN ISO 11088)

1. Skischuh-Größe & Schalentyp
cm (Mondopoint)
2. Körperdaten & Fahrstil für den Z-Wert
kg
cm

Typische Sohlenlänge & Z-Wert

305 mm Sohlenlänge (ca.)

Schalengröße & Spanne
26,0 / 26,5 · 304–306 mm
Z-Wert (DIN ISO 11088)
6,5 · Code L (Typ II)
Empf. Bindungsskala
DIN 4–11 (Mittelbereich)
Sohlennorm (Standard)
ISO 23223 · GripWalk A

Hinweis zur Vormontage & Einstellung: Bei Mondopoint 26,0 und 26,5 liegt die eingeprägte Sohlenlänge bei fast allen Pisten- und All-Mountain-Serien (Atomic, Nordica, Tecnica, Rossignol, Fischer) zwischen 304 und 306 mm. Der berechnete Z-Wert von 6,5 (Kennbuchstabe L in der Spalte 291–310 mm) dient als Orientierung nach DIN ISO 11088 – die verbindliche Einstellung von Anpressdruck und Auslösemoment muss immer mit dem realen Schuh auf einem elektronischen Prüfgerät im Fachhandel erfolgen.

Direkt zur Sohlenlängen-Tabelle (Mondopoint 21,0–32,5) ↓ · EU-Größe in Mondopoint umrechnen →

1. Skischuh-Sohlenlänge Tabelle: Mondopoint in Millimeter (BSL) nach Marke

Die zwei Zahlen auf einem Skischuh werden häufig verwechselt: Mondopoint (z. B. 26,5) nennt die Innenlänge für deinen Fuß in Zentimetern (265 mm). Die Sohlenlänge (englisch Boot Sole Length, kurz BSL, z. B. 305 mm) gibt dagegen die Außenlänge der harten Kunststoffsohle von der vorderen Zehenkante bis zur hinteren Fersenkante an. Weil sich jeweils eine volle und die nächsthöhere halbe Mondopoint-Größe (z. B. 26,0 und 26,5) dieselbe Gussform teilen, springt die Sohlenlänge im Erwachsenenbereich in 10-Millimeter-Schritten:

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Typische Außensohlenlänge (BSL in mm) nach Doppelgrößen-Schale, EU-Größe, Herstellergruppe und DIN-ISO-11088-Spalte (Kindersohlenlängen EU 24–33 siehe Kindertabelle).
Mondopoint (Schale) EU (ca.) Atomic / Nordica / Tecnica Rossignol / Lange / Fischer Tourenschuh (ISO 9523) Spalte DIN ISO 11088
21,0 / 21,5 33–34 254–258 mm 255–258 mm 248–253 mm 251–270 mm
22,0 / 22,5 35–36 264–266 mm 264–266 mm 257–262 mm 251–270 mm
23,0 / 23,5 36,5–37 274–276 mm 274–276 mm 267–272 mm 271–290 mm
24,0 / 24,5 38–38,5 284–286 mm 284–286 mm 277–282 mm 271–290 mm
25,0 / 25,5 39–40 294–296 mm 294–296 mm 287–292 mm 291–310 mm
26,0 / 26,5 41–42 304–306 mm 304–306 mm 297–302 mm 291–310 mm
27,0 / 27,5 42,5–43 314–316 mm 314–316 mm 307–312 mm 311–330 mm
28,0 / 28,5 44–44,5 324–326 mm 324–326 mm 317–322 mm 311–330 mm
29,0 / 29,5 45–46 334–336 mm 334–336 mm 327–332 mm 331–350 mm
30,0 / 30,5 47–48 344–346 mm 344–346 mm 337–342 mm 331–350 mm
31,0 / 31,5 49 354–356 mm 354–356 mm – > 350 mm
32,0 / 32,5 50 364–366 mm – – > 350 mm

2. Wo steht die Sohlenlänge am Skischuh – und warum darf man sie nicht schätzen?

Jeder zertifizierte Skischuh trägt die exakte Sohlenlänge als dreistellige Zahl mit der Einheit „mm“ (zum Beispiel 295 mm, 305 mm oder 315 mm) direkt im Kunststoff der Außenschale:

  • Typische Position an der Ferse: Bei rund 90 Prozent aller Modelle (darunter Atomic Hawx, Nordica Speedmachine / Promachine, Tecnica Mach1, Rossignol Hi-Speed / Alltrack und Fischer RC4) ist die Millimeter-Zahl seitlich außen oder innen an der Ferse knapp oberhalb der Sohlenplatte eingeprägt.
  • Abweichungen zwischen Serien beachten: Ein Pistenschuh in Mondopoint 26,5 hat bei Atomic oder Tecnica 305 mm, bei Lange 306 mm – ein leichter Tourenskischuh mit kurzer Vibram-Nase (etwa Dynafit, Scarpa oder Tecnica Zero G) kommt bei identischer Innenschuhgröße oft auf 297 bis 303 mm.
  • Auswirkung auf den Anpressdruck der Bindung: Während sich eine Leih- oder Systembindung auf einer Platte werkzeuglos in Sekunden um 10 mm verschieben lässt, hat eine direkt auf den Ski gebohrte Freeride-, Pin- oder Rennbindung oft nur ±10 bis 15 mm Verstellweg am Fersenautomaten. Weicht die geschätzte Sohlenlänge beim Online-Kauf um mehr als eine Schalengröße ab, muss die Bindung neu gebohrt werden.

3. Sohlennormen im Vergleich: ISO 5355 vs. GripWalk (ISO 23223) vs. ISO 9523

Neben der Länge in Millimetern entscheidet die Geometrie der Sohlenblöcke an Zehen und Ferse darüber, ob der Schuh im Sturzfall reibungsfrei über die Gleitplatte (AFD) der Skibindung auslöst:

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Kompatibilität von Skischuh-Sohlennormen mit Alpin-, GripWalk-, Multi-Norm- und Pin-Bindungen.
Sohlennorm Bauform & Abmessungen Kompatible Skibindungen Praxis- & Sicherheitshinweis
Alpin Standard (ISO 5355 Typ A) Flache, starre Hartplastiksohle; Zehenhöhe 19,0 ± 1,0 mm, Fersenhöhe 30,0 ± 1,0 mm Alle klassischen Alpinbindungen (ISO 9462), GripWalk-Bindungen (GW) & Multi-Norm-Bindungen (MN/MNC) Direkteste Kraftübertragung auf der Piste (Rennsport & Carving); beim Gehen auf glattem Untergrund rutschiger
GripWalk Adult (ISO 23223 Typ A) Abgerundetes Gummiprofil (Rocker) an der Spitze mit definierter Gleitplatte unter dem Ballen Alle Bindungen mit „GripWalk“-Logo (GW) sowie Multi-Norm-Bindungen (MN / MNC / Sole.ID) Nicht ohne Umbau in alte, reine ISO-9462-Alpinbindungen ohne Höhenausgleich einspannen (Klemmgefahr am Vorderbacken)
Alpin / GripWalk Kinder (Typ C) Schmalere, flachere Sohlenblöcke bis ca. Mondopoint 21,5 (Zehenhöhe ca. 15 mm) Kinderbindungen (Typ C) sowie Jugendbindungen mit C/A- oder „GW Jr.“-Aufnahme Ab Mondopoint 22,0 wechseln Kinderschuhe auf Typ A; beim Größenwechsel zwingend Bindungsaufnahme prüfen
Tourenskischuhe (ISO 9523) Durchgehende, stark profilierte Vibram-Gummisohle (teils ohne flache Alpin-Gleitflächen) + Pin-Inserts Pin-/Tech-Bindungen, Rahmen-Tourenbindungen & höhenverstellbare Multi-Norm-Bindungen (MN/MNC) Passt nicht in reguläre Alpin- oder reine GripWalk-Pistenbindungen, da Gummi ohne verschiebbare AFD-Gleitplatte die Seitwärtsauslösung blockiert

Austauschbare Sohlenplatten: Bei vielen modernen All-Mountain- und Performance-Schuhen sind die Sohlenblöcke mit vier Kreuzschlitz- oder Torx-Schrauben unter Zehen und Ferse verschraubt. Wer eine ältere, rein nach ISO 9462 zertifizierte Alpinbindung weiterfahren möchte, kann einen neuen GripWalk-Schuh häufig mit einem flachen ISO-5355-Sohlenset des Herstellers umrüsten (siehe Skischuhe neu besohlen & Absatzplatten tauschen sowie Skischuh-Pflege).

4. Z-Wert-Tabelle nach DIN ISO 11088: Wie Gewicht, Größe & Sohlenlänge zusammenspielen

Der Z-Wert (international oft als DIN-Setting bezeichnet) legt fest, bei welchem Drehmoment Vorderbacken (Seitwärtsauslösung bei Drehsturz) und Fersenautomat (Vorwärtsauslösung bei Frontalsturz) den Skischuh freigeben. Die Berechnung nach DIN ISO 11088 läuft in drei Schritten ab:

  1. Grund-Kennbuchstabe (A bis M) bestimmen: Suche in den ersten beiden Spalten die Zeile für dein Körpergewicht und deine Körpergröße. Fallen Gewicht und Größe in unterschiedliche Zeilen, gilt aus Sicherheitsgründen immer der weiter oben stehende (kleinere) Kennbuchstabe.
  2. Fahrertyp und Alter korrigieren: Für Typ I (vorsichtige Einsteiger) bleibt es beim Grundbuchstaben. Für Typ II (fortgeschrittene Skifahrer auf blauen und roten Pisten) wanderst du 1 Zeile nach unten (+1), für Typ III (schnelle, aggressive Fahrweise) 2 Zeilen nach unten (+2). Bist du unter 10 oder ab 50 Jahre alt, gehst du wegen der geringeren Knochen- und Bänderbelastbarkeit wieder 1 Zeile nach oben (−1).
  3. Z-Wert in der Spalte deiner Sohlenlänge ablesen: Wandere in der korrigierten Zeile nach rechts bis zur Spalte deiner eingeprägten Sohlenlänge (BSL in mm). Weil ein längerer Skischuh als längerer Hebelarm auf die Bindung wirkt, sinkt der Zahlenwert auf der Bindungsskala mit wachsender Sohlenlänge, während das reale Drehmoment am Schienbein konstant bleibt.

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Auszug der Z-Wert-Orientierungstabelle nach DIN ISO 11088 (Kennbuchstaben F bis O) nach Körpergewicht, Körpergröße und Außensohlenlänge (BSL in mm).
Code Gewicht Größe ≤ 250 mm 251–270 mm 271–290 mm 291–310 mm 311–330 mm 331–350 mm
F 31–35 kg – 2,5 2,25 2,0 1,75 1,75 –
G 36–41 kg – 3,0 2,75 2,5 2,25 2,0 –
H 42–48 kg ≤ 148 cm 3,5 3,0 3,0 2,75 2,5 2,25
I 49–57 kg 149–157 cm 4,5 4,0 3,5 3,5 3,0 3,0
J 58–66 kg 158–166 cm 5,5 5,0 4,5 4,0 3,5 3,0
K 67–78 kg 167–178 cm 6,5 6,0 5,5 5,0 4,5 4,0
L 79–94 kg 179–194 cm 7,5 7,0 6,5 6,0 5,5 5,0
M ≥ 95 kg ≥ 195 cm – 8,5 8,0 7,0 6,5 6,0
N (+1) Typ III / Sport – – 10,0 9,5 8,5 8,0 7,5
O (+2) Typ III+ / Schwer – – 11,5 11,0 10,0 9,5 9,0

5. Referenzmodelle aus der Datenbank: Sohlenlänge bei Mondopoint 26,5

Die folgende Übersicht zeigt an sechs häufig gewählten Pisten-, Race- und Freeride-Tourenschuhen aus unserer Datenbank (Saison 2025/26), wie nah die Sohlenlängen innerhalb einer Bauart beieinanderliegen – und wo Tourenschalen kürzer bauen:

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Vergleich von Außensohlenlänge (bei Referenzgröße 26,5), Leistenbreite, Flex und Sohlennorm.
Modell BSL bei 26,5 Leiste (mm) Flex Sohlennorm Einsatzbereich
AtomicHawx Prime 110 S Boa 305 mm 100 110 GripWalk (ISO 23223) All-Mountain Piste (100 mm MV)
NordicaSpeedmachine 3 110 (GW) 305 mm 100 110 GripWalk (ISO 23223) Sportlicher Pistenschuh (100 mm MV)
TecnicaMach1 MV 120 TD2 GW 305 mm 100 120 GripWalk (ISO 23223) Performance Piste (100 mm MV)
LangeRS 130 MV 306 mm 100 130 Alpin ISO 5355 Race / Piste mit starrer Alpinsohle
AtomicHawx Ultra Xtd 120 Boa 302 mm 98 120 GripWalk + Pin-Inserts Freeride-Touring Hybrid (98 mm LV)
TecnicaZero G Tour Pro 303 mm 99 130 ISO 9523 (Vibram + Pins) Aufstiegsorientierter Tourenskischuh

Passende Mondopoint-Größe & Leistenbreite im Finder berechnen → · Wie Z-Wert und Skischuh-Flex zusammenpassen → · Absatzplatten-Verschleiß prüfen & GripWalk nachrüsten → · Skischuhe pflegen →

Häufige Fragen zu Sohlenlänge, Bindung & Z-Wert (FAQ)

Wo steht die Sohlenlänge auf dem Skischuh?

Die Sohlenlänge ist als dreistellige Zahl mit der Einheit „mm“ (z. B. 305 mm) außen oder innen im Fersenbereich der Kunststoffschale eingeprägt. Ist die Zahl nicht mehr lesbar, kannst du den Skischuh mit der Ferse an eine Wand stellen und die Gesamtlänge der Sohle bis zur vordersten Kante auf den Millimeter genau abmessen.

Warum ist die Sohlenlänge rund 40 mm länger als die Mondopoint-Größe?

Mondopoint beschreibt die Fußlänge im Inneren des Schuhs (26,5 cm = 265 mm). Die Sohlenlänge (BSL) umfasst zusätzlich den gepolsterten Innenschuh, die Wandstärke der Schale sowie die vorderen und hinteren Sohlenüberstände für die Bindungsaufnahme – zusammen rund 38 bis 45 mm.

Warum haben Mondopoint 26,0 und 26,5 exakt dieselbe Sohlenlänge?

Weil Hersteller für 26,0 und 26,5 dieselbe Kunststoffschale gießen (ebenso bei 24,0/24,5, 25,0/25,5, 27,0/27,5 und 28,0/28,5). Wer innerhalb derselben Doppelgröße die Einlegesohle anpasst, muss die Skibindung nicht verstellen. Erst beim Wechsel von z. B. 27,5 (315 mm) auf 26,5 (305 mm) müssen Anpressdruck und Z-Wert neu eingestellt werden.

Warum steigt der Z-Wert, wenn man auf einen kürzeren Skischuh wechselt?

Weil eine kürzere Schuhsohle einen kürzeren Hebelarm zwischen Vorderbacken und Fersenautomat bildet. Um exakt dasselbe Auslösedrehmoment am Schienbein und Knie zu erreichen, muss die Feder der Skibindung bei einer kürzeren Sohle (z. B. 285 mm statt 315 mm) eine halbe bis ganze Stufe höher vorgespannt werden.

Welche Bindungs-Skala passt zu meinem Z-Wert?

Die Feder einer Skibindung arbeitet im mittleren Drittel ihres Einstellbereichs am präzisesten. Bei einem Z-Wert von 6,0 bis 7,5 ist eine Bindung bis DIN 11 oder DIN 12 ideal; eine Rennbindung mit Einstellbereich DIN 8–18 wäre für diesen Wert ungeeignet.